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Pavillons für die Kokerei

Mehrfachbeauftragung für den Entwurf mehrere Ausstellungspavillons für den Denkmalpfad Kokerei Zollverein.

Jahr:

2017

Location:

Essen

 

Auftraggeber:

Stiftung Zollverein

Leistungen:

Entwurf

Für die Kokerei der Zeche Zollverein sollten insgesamt fünf Vermittlung- und Ausstellungsstationen entworfen werden.
Das Konzept orientiert sich an den Arbeitsabläufen und der während des damaligen Betriebs herrschenden Atmosphäre und Hitze in der Kokerei: Das Lärmen der Koksdrückmaschine, die großen Dampfwolken des Löschturms und die hohen Temperaturen der Öfen lassen sich nur noch erahnen. Das charakteristische  Hitzeflimmern in der Luft ist verschwunden. Genau hier setzt der Entwurf thematisch und atmosphärisch an und arbeitet mit den optischen Eigenschaften von Hitze.
Die einzelnen Teilfunktionen der Anlage werden von den Vermittlungsstationen aus mit konzentrierten Blickrichtungen in Szene gesetzt. Das Äußere der Stationen spiegelt seine Umwelt wider und wird somit unsichtbar. Durch leichte Unebenheiten in der Spiegeloberfläche wird der Hitzeflimmer-Effekt erzielt. Die Eingangsbereiche sind in mattem Schwarz ausgeführt und wecken durch den Kontrast zur Fassade die Neugier auf das Verborgene.
Die mit Hitze verbundenen Reflektionen werden als entwurfsleitende Prinzipien aufgegriffen. Beide Arten der Reflektion, im physikalischen Sinn wie auch bei der Betrachtung der Vergangenheit als reflektierendem Prozess, besitzen immer eine Verschwommenheit. Dementsprechend sind die Stationen als Setzungen von Unschärfe zu lesen. Diese Unschärfe beruht zum einen in der Darstellung der Vergangenheit – Rückblicke sind immer mit inhaltlichen Glättungen versehen. Zum anderen bezieht es sich auf das Hitzeflimmern der Öfen, und bringt damit einen elementaren Teil der Umwandlungsmaschine „Kokerei“ – die Hitze – als atmosphärische Setzung zurück in das Bauwerk.